Was tun im Notfall?

Telefon: 0621 - 56 96 11


Für Notfälle sind wir jederzeit für Sie erreichbar.
Wir bitten um kurze telefonische Voranmeldung, damit wir uns optimal auf den jeweiligen Notfall vorbereiten können.


Erste Hilfe:

Unfälle passieren leider allzu schnell. Ihr Haustier ist in diesem Fall auf Ihre richtige Entscheidung und schnelle Hilfe angewiesen, denn davon hängt sein Wohlbefinden ab.

Oberstes Gebot sollte für Sie sein: Ruhig und überlegt handeln, auch wenn Sie der Anblick der Verletzung im ersten Moment in Panik versetzt. Mit einigen gezielten Maßnahmen können Sie weiteren Schaden oder Komplikationen verhindern.

Nach dieser Erstversorgung müssen Sie das Tier allerdings umgehend zum Tierarzt bringen.

   Erste Schritte
Schützen Sie sich selbst vor Verletzungen!
Ein angefahrenes Tier - auch wenn es das eigene ist - kann im Schock oder aus Schmerz beißen oder kratzen und einen Helfer noch zusätzlich verletzen (Bei Hunden
zur Not Schnauze zubinden).

Lagerung des Verletzten
Am besten lagern Sie das Unfallopfer auf der gesunden Seite liegend auf eine Decke und schlagen diese als Wärmeschutz über den Körper. Achten Sie vor allem bei Bewusstlosigkeit darauf, dass die Atemwege frei sind! Dazu ziehen Sie die Zunge seitlich heraus und befreien das Maul von eventuell erbrochenen Speiseresten. Möglichst schneller Abtransport
Der sofortige Abtransport zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik kann lebensrettend sein. Rufen Sie auf jeden Fall vorher an, damit die Notversorgung vorbereitet werden kann! In größeren Städten gibt es auch Tierrettungsdienste.

   Unfallschock
Durch das Unfallereignis kommt es genau wie beim Menschen auch bei Tieren durch den Schrecken zu einer extremen Kreislaufsituation. Das Herz bleibt einem förmlich stehen, der Blutdruck sinkt rapide und es kann zur Ohnmacht kommen. Bei zusätzlichem Blutverlust entsteht schnell eine lebensbedrohliche Situation.

Symptome
Weite Pupillen, extrem langsamer, aber gelegentlich auch jagender Puls, blasse Schleimhäute, Schwindel und Taumel.

Erste Hilfe
Legen Sie das Tier vorsichtig auf die Seite, wobei der Kopf wegen der Blutleere im Hirn etwas tiefer liegen sollte.

Behandlung
Schon vom Tierrettungsdienst - falls einer verfügbar ist - wird der Patient dann zusätzlich ein Kreislaufmittel und eventuell eine Infusion bekommen.

   Knochenbrüche
Durch das Überrollen von Extremitäten kommt es häufig zu Knochenbrüchen.

Symptome
Abnorme Beweglichkeit der gebrochenen Gliedmaße oder der Gelenke. Bei Berührung reiben die
Knochenstücke aneinander und knistern (Krepitation) - Vorsicht, für den Hund sehr schmerzhaft! Hochgradige Lahmheit, der Hund kann auf dem betroffenen Bein nicht stehen.

Erste Hilfe
Versuchen Sie die betroffene Extremität möglichst zu schonen! Der Patient muss auf der gesunden Seite liegen und das verletzte Bein sollte in Normalposition mit einer Decke gepolstert werden. Bei offenen Brüchen empfiehlt es sich die Wunde mit Mull oder Papiertaschentüchern abzudecken und eventuell einen lockeren Verband anzulegen (Vorsichtshalber Schnauze zubinden).

Behandlung
Der Tierarzt wird dann mithilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden, ob das gebrochene Bein in Narkose geschient oder operiert werden muss.

   Schädeltrauma
Bei Verletzungen im Kopfbereich kann eine Gehirnerschütterung (Comotio cerebri), ein Schädel- oder Schädelbasisbruch die Folge sein.

Symtpome
Benommenheit, Schwanken, Taumeln, eventuell sogar Erbrechen, unterschiedlich große Pupillen und verzögerte Pupillenreaktion. Bei Schädelbrüchen kommt es zusätzlich zu Augenzittern, Blutungen aus dem Ohr (Schädelbasis) und eventuell blutunterlaufenen Augen.

Erste Hilfe
Möglichst schonende Lagerung und schnellen, erschütterungsfreien Transport zum nächsten Tierarzt.

Behandlung
Beim Tierarzt wird der Patient entwässernde und das Gehirnödem abschwellende Infusionen bekommen. Brüche der Schädeldecke müssen meist operativ versorgt werden.

   Wirbelsäulenverletzung und Beckenbruch
Beim Hund kommen Wirbelsäulen-verletzungen vorwiegend im hinteren Halswirbelbereich und im vorderen Lendenbereich vor, weil dort die größte Beweglichkeit der Wirbelsäule besteht.

Symptome
Wie beim Bandscheibenleiden treten sehr schmerzhafte Verspannungen, starke schmerzhafte Reaktionen bei der leisesten Berührung (Vorsicht beim Anfassen!) und Lahmheiten bis zur totalen Querschnittslähmung auf.

Erste Hilfe
Äußerste Vorsicht beim Transport ist geboten. Der verletzte Hund sollte möglichst flach liegend auf einer Decke, die zudem durch ein Brett von unten stabilisiert wird, transportiert werden - der Rücken muss ruhig und gerade liegen!

Behandlung
Beim Tierarzt wird dann durch weitere Untersuchungen und Röntgenaufnahmen entschieden, ob der Hund eventuell operiert werden muss. Beckenbrüche müssen immer operiert werden, wenn die Hüftgelenke mit betroffen sind.Beim Hund kommen Wirbelsäulen-verletzungen vorwiegend im hinteren Halswirbelbereich und im vorderen Lendenbereich vor, weil dort die größte Beweglichkeit der Wirbelsäule besteht.

Symptome
Wie beim Bandscheibenleiden treten sehr schmerzhafte Verspannungen, starke schmerzhafte Reaktionen bei der leisesten Berührung (Vorsicht beim Anfassen!) und Lahmheiten bis zur totalen Querschnittslähmung auf.

Erste Hilfe
Äußerste Vorsicht beim Transport ist geboten. Der verletzte Hund sollte möglichst flach liegend auf einer Decke, die zudem durch ein Brett von unten stabilisiert wird, transportiert werden - der Rücken muss ruhig und gerade liegen!

Behandlung
Beim Tierarzt wird dann durch weitere Untersuchungen und Röntgenaufnahmen entschieden, ob der Hund eventuell operiert werden muss. Beckenbrüche müssen immer operiert werden, wenn die Hüftgelenke mit betroffen sind.

   Brusttrauma und Lungenriss
Durch einen Aufprall mit der Brust kann es nicht nur zu Rippenbrüchen, sondern auch zu Lungenrissen mit Luftauspressung aus der Lunge in den freien Brustraum, zu einem sogenannten Pneumothorax kommen. Im Extremfall kann auch die Brustwand verletzt sein, wodurch der Hund zu ersticken droht.

Symptome
Pumpende Atmung, bei zusätzlichen Lungenblutungen; blasse Schleimhäute, durch die mangelnde Sauerstoffversorgung; auch bläulich-rote Lefzen. Bei Brustwandverletzungen hört man zischend-pfeifende Geräusche bei jedem Atemzug.

Erste Hilfe
Eine offene Brustwand ist einer der akutesten Notfälle, da der Hund daran zu ersticken droht. Versuchen Sie zur Not mit der flachen Hand, die Öffnung so zu verschließen, dass die Luft aus dem Brustkorb kaum noch entweichen kann. Danach müssen Sie die Stelle mit einem Tuch oder einer Kompresse abdecken und mit Schals, Tüchern oder Mullbinden fest um den ganzen Brustkorb unter Druck setzen.

Behandlung
Durch Röntgenaufnahmen kann der Tierarzt das Ausmaß eines Pneumothorax feststellen und diesen eventuell absaugen. Brustwandverletzung müssen unter Beatmungsnarkose, bei der die Lunge wieder aufgeblasen werden kann, gelegentlich auch operativ versorgt werden.

   Bauchtrauma mit inneren Blutungen
Wie durch einen Lungenriss bei Brustverletzungen kann es auch bei einem Bauchtrauma durch eine Milz-, Leber- oder Nierenquetschung ebenfalls zu inneren Blutungen kommen.

Symptome
Apathie, blasse Schleimhäute, eventuell auch pumpende Atmung, aufgedunsener, schwabelnder, mit Flüssigkeit gefüllter Hängebauch.

Erste Hilfe
Eventuell muss man einen den ganzen Bauch umfassenden Verband mit Schals, Tüchern oder einer Decke anlegen. Dadurch kann das verloren gehende Blutvolumen begrenzt werden.

Behandlung
Durch eine Röntgenaufnahme beim Tierarzt kann das Ausmaß der Blutung festgestellt und gegebenenfalls durch eine sofortige Operation geholfen werden. Dabei muss manchmal eine ganze Niere oder die Milz entfernt werden.Wie durch einen Lungenriss bei Brustverletzungen kann es auch bei einem Bauchtrauma durch eine Milz-, Leber- oder Nierenquetschung ebenfalls zu inneren Blutungen kommen.

Symptome
Apathie, blasse Schleimhäute, eventuell auch pumpende Atmung, aufgedunsener, schwabelnder, mit Flüssigkeit gefüllter Hängebauch.

Erste Hilfe
Eventuell muss man einen den ganzen Bauch umfassenden Verband mit Schals, Tüchern oder einer Decke anlegen. Dadurch kann das verloren gehende Blutvolumen begrenzt werden.

Behandlung
Durch eine Röntgenaufnahme beim Tierarzt kann das Ausmaß der Blutung festgestellt und gegebenenfalls durch eine sofortige Operation geholfen werden. Dabei muss manchmal eine ganze Niere oder die Milz entfernt werden.

   Tiernotarzt
In den meisten Großstädten sind in den letzten Jahren sogenannte Tierambulanzen - oft auf privater Vereinsbasis - entstanden. Sie verfügen über einen ambulanten Rettungsdienst, bei dem in der Regel ein Tierarzt mitfährt. Bei einem Autounfall werden ähnlich der Notarztversorgung beim Menschen die ersten Notmaßnahmen, wie Beatmung, Blutstillung, Infusionen und Notverbände vorgenommen. Meistens übernehmen die Rettungsdienste auch den Transport in die nächste Tierarztpraxis oder Tierklinik.

Die Telefonnummern der Tierambulanzen finden Sie bei den Links.